Studienfahrt – Süditalien


Wie der ein oder andere (zum Beispiel über Twitter) mitbekommen haben dürfte war ich in der letzten Woche auf Studienfahrt in Süditalien und ich dachte, dass ich diese Gelegenheit nutzen sollte, um hier wieder einmal einen Eintrag zu schreiben. Die Regelmäßigkeit habe ich ja irgendwie aufgegeben.

Photos gibt es irgendwann in den nächsten Tagen.

Während ich das hier schreibe, sitze ich schon wieder im Bus auf dem Weg nach Deutschland (beziehungsweise bin schon zu Hause), aber von vorne:

Los ging es am Freitag (18.10.2013) gegen sechs Uhr abends. Bis wir in Meta di Sorrent, Süditalien ankamen, dauerte es über 20 Stunden. Nachmittags erreichten wir dann endlich – ihr glaubt nicht, wie froh ich war, als ich nicht mehr sitzen musste! – den Parkplatz auf dem wir den Bus abstellten und machten uns gleich auf den Weg zu unserem Hotel, das direkt an der Steilküste liegt. (Zum Glück mussten wir das Gepäck während des zwanzigminütigen Fußweges nicht tragen, da es vom Hotel abgeholt würde.)
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, gab es Abendessen: Nudeln mit Hackfleischsoße und Erbsen mit Würstchen, zum Nachtisch Äpfel.
Anschließend waren wir alle zusammen noch kurz in dem kleinen Städtchen unterwegs und am Strand, bevor wir dann – müde wie wir waren – ins Bett gefallen sind.

Am nächsten Tag ging es dann schon früh los: Um sieben Frühstück und um acht führen wir los Richtung Neapel und Vesuv. Die Wanderung auf und um dem Vesuv gehört – trotz meiner verhassten Höhenangst – zu den besten Ausflügen der Woche. Normalerweise darf man zwar auf den Vesuv steigen, allerdings ist es verboten um den Krater zu gehen. Wir hatten jedoch einen Führer, der die Erlaubnis hat, solche Führungen anzubieten.
Nachdem wir diese Wanderung überstanden hatten – gegen Ende hatte ich kaum noch Probleme mit der Höhe. – hat unser Führer uns zu einem Restaurant gebracht, in dem wir für elf Euro eine Pizza, ein Getränk und einen Nachtisch bekommen haben.
Satt und zufrieden ging es nach dem Essen weiter nach Pompeji, wo wir ebenfalls eine Führung hatten, allerdings keine Professionelle sondern eine, die ein paar aus meiner Stufe vorbereitet hatten.

Alles in allem sind wir an diesem Tag viel – sehr viel! – gelaufen. Dementsprechend fühlten sich abends auch meine Füße an und da wir alle relativ müde waren, sind wir bald ins Bett.

Am nächsten Tag war eigentlich eine Wanderung an der Amalfiküste geplant, allerdings fanden wir den Wanderweg nicht und es schien auch kein Einheimischer diesen Weg zu kennen! Wer weiß, vielleicht existiert er gar nicht. (Wir vermuten, dass er irgendwo über der Steilküste zu finden gewesen wäre, aber wir waren nun einmal unten am Wasser.)
Also haben wir uns Amalfi angesehen und konnten unsere Lehrer schließlich überreden, die Zeit zum Baden zu nutzen. Mir persönlich war der Strand allerdings zu schmutzig und so habe ich stattdessen die Sonne genossen.
Dank der unangenehmen Rückfahrt ins Hotel mit einem öffentlichen Bus, war ich froh, als ich nicht mehr stehen müsste und fand den Abend auf der Terrasse und warmem Tee während des Postkartenschreibens sehr angenehm.

Den Dienstag verbrachten wir auf Capri mit einer Wanderung. Die Insel an sich ist zwar schön, allerdings hatten wir allesamt, muskelkatergeschädigt wie wir waren, wenig Lust auf es Wandern. Als wir das Pflichtprogramm erst einmal hinter uns gebracht hatten, ging es erst einmal etwas essen und dann wieder ans Meer. (Ich habe wieder darauf verzichtet zu schwimmen, da die Sonne bereits hinter den Bergen verschwunden war und ich erste Anzeichen einer Erkältung bemerkte.)
Den Abend haben wir wieder mit mehreren Tassen Tee verbracht und waren zwischendrin noch in einem Pub, wo wir mitten zwischen italienischen Fußballfans gelandet sind. (Neapel hat gewonnen.)

Mittwochs ging es dann weiter in die Maremma, wo wir zuerst in Saturnia Halt machten, um in heißen Schwefelquellen zu baden. Das war total angenehm, auch wenn ich glaube, dass hinterher sowohl der Bus als auch unser gesamtes Gepäck nach Schwefel roch. Am Abend haben wir dann unsere Zimmer bezogen und dabei spontan beschlossen die Geschlechtertrennung in den Zimmern nichts lernst zu nehmen, da wir Mädchen noch ein Bett frei hatten und ein Kumpel sich sonst das Bett mit jemandem hätte teilen müssen! den er nicht leiden konnte. (Die Lehrer haben davon sowieso nichts bemerkt.)
Nach dem Abendessen und einer Dusche, um den Schwefelgeruch loszuwerden sind wir wieder recht früh ins Bett, schließlich waren wir am Morgen bereits um halb fünf aufgestanden.

Unseren letzten Tag verbrachten wir im „Parco della Maremma“. Ursprünglich war eine Radtour geplant gewesen, allerdings reichte dazu unser Geld nicht mehrend so wanderten wir stattdessen am Strand entlang. Das war mir, wenn ich ehrlich bin, um einiges lieber. (Ich könnte stundenlang am Meer entlanggehen und habe es genossen, endlich mal wieder barfuß laufen zu können!)

Am Abend ging es dann schon wieder zurück Richtung Deutschland. Zwischendurch hatten die Lehrer die (Schnaps-)Idee in Pisa einen Halt zu machen, um uns den schiefen Turm zu zeigen, allerdings fand man den Weg zum Turm nicht schnell genug und so ließen wir Pisa recht bald unvollrichteter Dinge wieder.

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