Gemüse-Ravioli mit Tomatensoße & Käse überbacken

Die kleineSchwester und ich haben heute ausgenutzt, dass unsere Eltern noch im Urlaub sind und wir dementsprechend Küchenchaos machen konnten und es gab heute selbstgemachte Ravioli.

Ein paar auf Twitter waren neugierig, ob es da ein Rezept gibt und ich dachte, das wäre eine Gelegenheit, mal wieder ein bisschen was zu bloggen.

Nudelteig
Wir haben den Nudelteig gekauft, was den ganzen Prozess ein bisschen beschleunigt hat und deshalb kann ich euch hier leider kein Rezept für geben. Die 500g Teig aus der Packung waren etwas zu viel für unsere Füllung, deshalb haben wir vom Rest einfach noch Nudeln gemacht.

Füllung für die Ravioli
– 1-2 kleine Knoblauchzehen
– eine halbe Zucchini
– drei Karotten
– 1 Becher Crème fraîche
– 1 Packung Feta

Zuerst haben wir das Gemüse gerieben und in einer Pfanne mit ein bisschen Öl angebraten. Als nächstes kam die Crème fraîche dazu und das ganze wurde gewürzt (je nach Belieben, wir haben einfach nur Salz & Pfeffer benutzt). Dann noch mit dem kleingeschnittenen Feta vermischen und dann kann der Nudelteig gefüllt werden.

Praktischerweise haben unsere Eltern Teigformen für Ravioli, weshalb die ziemlich schön wurden, aber natürlich ist es auch möglich, den Teig einfach so zu füllen.

Nachdem die Ravioli gefüllt sind werden sie ein paar Minuten gekocht und anschließend in eine Auflaufform gelegt.

Tomatensoße
– Zwiebeln (zuerst mit ein bisschen Öl im Topf andünsten)
– gehackte Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten 
– Gewürze
Je nachdem was ihr lieber mögt, könnt ihr die Soße anschließend pürieren oder eben Tomatensoße mit Stückchen essen.

Die Tomatensoße kommt dann zu den Ravioli in die Auflaufform und dann wird noch ein bisschen (viel) von euren Lieblingskäse darübergestreut und das ganze bei 180° (Umluft) ca 15 Minuten gebacken.

Fotos gibt’s auf Twitter.

Immerhin habe ich coole Haare und Kuchen.

(TW: SVV & Dysphorie. Oder so.)

& dann manchmal ganz plötzlich ohne Grund das Gefühl, sich die Haut abziehen zu müssen und sich einen neuen Körper zu suchen, der nicht die geringste Gemeinsamkeit mit dem hat, den ich im Moment habe. Außer die Haarfarbe, die Haarfarbe ist toll.

Ein bisschen stelle ich es mir vor wie bei den Slitheen aus Doctor Who, die menschliche Gestalten annehmen können und, wenn sie genug davon haben, streifen sie die äußere Hülle einfach ab und können sie selbst sein.

Ich will auch ich selbst sein, aber ich weiß doch gar nicht, wer ich eigentlich bin. Nur hoffentlich kein grünes, schleimiges Alien mit zu großen Augen und unförmigen Köpfen.

Aber hey: Über die Vorstellung, dass in mir drin ein grünes Alien sitzt, musste ich jetzt gerade schon wieder lachen und vielleicht gucke ich jetzt einfach ein bisschen Doctor Who und esse dabei meinenSchokoladen-Kuchen. Immerhin habe ich mich dafür gerade durch die Massen aus KiWo-Besuchern auf der Suche nach Alkohol und Spaß gekämpft.

 

 

Und!!! Ich besuche nächstes Wochenende die Lieblingsisi und ich bin so hibbelig und glücklich, weil wir uns seit über einem Jahr nicht mehr gesehen haben! <3

 

(Und überhaupt. Meistens finde ich mich ja eigentlich voll okay.)

Von Produktivität und gesellschaftlich akzeptierten Schlafenszeiten

Es ist Mittwoch, seit einer halben Stunde.

Ich sitze ungefähr seit 21:45 verhältnismäßig konzentriert an Dingen für die Uni. (Ich lese Texte in einem vorlesungsbegleitenden Reader.) Die Produktivität fühlt sich gerade ziemlich gut an. Das war nämlich nicht mein erster Versuch heute, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Nachmittags habe ich mich auch hingesetzt und angefangen, zu lesen, aber mir fehlte die Motivation, Konzentration und zwischendurch spielte auch noch mein Kreislauf verrückt. Außerdem war es ganz einfach nicht meine Uhrzeit.

Produktivität funktioniert bei mir am besten, wenn die meisten anderen Menschen schon schlafen und hier liegt leider auch mein größtes Problem.

Es ist Mittwoch, seit einer halben Stunde und in weniger als sechs Stunden wird mein erster Wecker klingeln, der mir sagt, dass ich aufstehen, duschen, mich anziehen, frühstücken, meine Sachen packen und zur Uni fahren muss, um Norwegisch zu lernen. Ich möchte nichts davon.

Und versteht mich nicht falsch: Ich mag diese Sprache sehr, ich mag meine Dozentin und bis auf ein paar wenige Ausnahmen auch meine Mitstudierenden in diesem Kurs.

Ich habe zwei Möglichkeiten:

Schlafen, wie es gesellschaftlich akzeptiert und erwartet wird und dafür einen Teil meiner produktiven Stunden opfern, was letztendlich dazu führt, dass ich die Dinge, die ich während dieser Zeit tun würde, nicht erledige, weil zu viel Dinge um mich herum passieren. (Weil die Welt tagsüber einfach zu laut ist, um mich zu konzentrieren.) Die Dinge nicht zu tun führt letztendlich dazu, dass ich nicht so gut mitkomme, wie ich es gerne würde und die Klausurenphase ein Kampf wird, den ich mit Glück gewinne, aber vermutlich nicht sonderlich gut.

Spät schlafen und nutzen, dass ich motiviert und konzentriert bin und morgen früh wie ein Zombie zur Uni zu schleichen, im Kurs vor mich hingähnen, zu viel Koffein konsumieren, anschließend für zwei Stunden ins Bett fallen und nachmittags eine weitere Vorlesung besuchen und dann wieder bis spät nachts wach sein.

 

Und dann frage ich mich, wie es wäre, wenn alles, was vor 12 Uhr stattfindet einfach nach hinten verschoben würde, aber vermutlich hieße das, dass die Welt nachts lauter wird und das ist wirklich das Letzte, was ich will.

Jetzt ist es seit fast 50 Minuten Mittwoch, Uni ist um acht und ich gehe wohl diese Zusammenfassung zu Ende schreiben. Und dann wäre da eigentlich noch ein weiterer Text, der gelesen werden will … ach.

Dinge, die mich glücklich machen

 

  1. Livemusik.
  2. Katzen
  3. Zeit mit meiner Familie zu verbringen, ohne dass jemand schlecht gelaunt ist und/oder wir streiten.
  4. Menschen mit bunten Haaren.
  5. Der Geruch von Farbe. (Nicht unbedingt nur die für die Haare.)
  6. Flauschige Rinder.
  7. Alliterationen.
  8. Tolle Menschen aus dem Internet treffen.
  9. Bei Regen ins Bett kuscheln und lesen oder Musik hören oder einfach einen Tag lang nichts tun.
  10. Badewannen.
  11. Mozzarellasticks. Und Saganaki.
  12. Nagellack.
  13. Nachts draußen sitzen.
  14. Kamin- und Lagerfeuer.
  15. Musik.
  16. Bücher lesen.
  17. ‚Bücher‘ schreiben.
  18. Camping.
  19. Meer.
  20. Twitter.
  21. Symmetrie.
  22. Sprachen lernen.
  23. Küsse.
  24. Postkarten.
  25. Lachen, bis es sich anfühlt, als müsste ich gleich ersticken und trotzdem nicht aufhören können.
  26. Britisches Englisch.
  27. Pizza.
  28. Schöne Sonnenunter- und Aufgänge.
  29. Schwarztee mit Milch.
  30. Spaziergänge mit einer Kamera.
  31. Schaukeln.
  32. Nach Jahren Musik hören, die ich früher mochte und merken, dass sie immer noch toll ist und ich die Lyrics noch auswendig kann.
  33. Flauschige Dinge.
  34. Zeit vergessen.
  35. Das Gefühl, mit meinem Leben zumindest so ungefähr in die richtige Richtung unterwegs zu sein.
  36. Den Mut finden, etwas Neues zu probieren und merken, dass meine Sorgen vorher unbegründet waren.
  37. Kurze Haare haben.
  38. Bunte Haare haben.
  39. Die Lieblingseissorte aus der Lieblingseisdiele.
  40. Serien
  41. Flugzeuge.
  42. Vogelgezwitscher, wenn ich morgens um fünf ins Bett gehe.
  43. Mit meiner kleinen Schwester herumalbern.
  44. Gute Laune, die unkontrollierbares Grinsen auslöst.
  45. Zu wissen, dass ich an vielen verschiedenen Orten Freund*innen/Bekannte habe. (Macht die Sorge mal irgendwo zu wohnen, wo ich überhaupt niemanden kenne, nur halb so groß. Irgendjemand ist fast immer in erreichbarer Nähe.)
  46. Wenn Menschen mir sagen, dass sie bei Katzen (oder anderen Dingen, die ich mag) an mich denken müssen.
  47. Etwas backen und nebenbei singend durch die Küche hüpfen.
  48. Frische Bettwäsche.
  49. Wände. (Zum Beispiel: An Wänden vorbeigehen und mit den Händen darüberstreichen.)
  50. Haut, die im Sommer nach Chlorwasser und Sonnencreme riecht.

(Das waren die ersten 50 Dinge, die mir eingefallen sind. Vielleicht gibt’s irgendwann noch mehr. Reihenfolge ist zufällig.)

Warum „Zähne zusammenbeißen!“ nicht hilft

„Musst halt mal die Zähne zusammenbeißen! Die drei Wochen, ich würd’s schon machen.“

So wurde heute auf meine Sorge, nicht genug Zeit für Unidinge (Hausarbeiten, Klausurvorbereitung etc.) zu haben, wenn ich in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer arbeiten gehe, reagiert.

Ich verstehe, woher diese Aussage kam; immerhin habe ich mir selbst schon Ähnliches gesagt, aber leider hilft mir das nicht weiter.

Ich weiß, dass ich die Hausarbeit, die ich schreiben muss, auch in relativ kurzer Zeit geschrieben bekomme, wenn es sein muss.

Ich weiß, dass ich unter Druck meistens ziemlich gute Ergebnisse liefern kann.

Ich weiß, dass ich mich sehr gut fühlen werde, wenn ich am Ende des Monats das viele Geld, das ich verdienen werde, sehe.

Ich weiß, dass mir mein Sommerjob trotz Eintönigkeit und körperlicher Anstrengung, sexistischem Chef, aber vor allem wegen sehr netten Kollegen, die sich freuen, wenn ich wiederkomme, Spaß machen wird.

Aber:

Ich weiß auch, dass es schnell passieren kann, dass ich den gesamten Sommer damit verbringen werde, mir Sorgen zu machen, dass die Zeit aus irgendeinem Grund doch nicht reicht.

Ich weiß, dass ich jetzt schon Angst vor zwei Klausuren habe, die ich beim Versuch im Sommer definitiv bestehen muss.

Ich weiß, dass ich kein Semester mehr (zusätzlich zu den zweien) an die Regelstudienzeit anhängen sollte, weil ich mir das Studium nicht selbst finanzieren kann.

Ich weiß, dass ich nach dem Sommerjob ein bisschen Zeit brauche, um mich davon zu erholen, damit ich mich mit Dingen wie Hausarbeiten und Klausuren auseinanderzusetzen.

 

Das Wissen, dass ich es schaffen könnte und vor allem schaffen will, nimmt die Sorge nicht weg, dass es nicht so klappt wie ich mir das vorstelle.

Und von außen gesagt zu bekommen, dass ich da halt einfach durchmüsse, sorgt (wenn überhaupt) dafür, dass meine Angst, zu versagen anklopft und sich fröhlich winkend in meinem Kopf einnistet. Es ist nicht einfach. Es fällt mir verdammt schwer, diese Entscheidung zu treffen. Sich bewusst für sechs Wochen Stress zu entscheiden, ist nicht einfach. Sich gegen etwas zu entscheiden, dass positive Folgen hätte, wenn alles klappt, ist auch nicht einfach. Und nichts, was durch Zähnezusammenbeißen weggeht. Zähnezusammenbeißen macht höchstens Kopfschmerzen.