Allgemein


Wieso muss ich ganz genau wissen, wer ich bin, um etwas auszuprobieren?

Wieso muss ich sagen können „Ich weiß, wer ich bin.“, bevor ich eine Entscheidung treffen kann?

Wie soll das funktionieren?

Wie soll ich jemals irgendwo ankommen, wenn ich schon vorher wissen muss, dass die Richtung, in die ich gehe, die richtige ist?

Soll ich mich vor Fehlern und Unsicherheit verstecken, indem ich abwarte? Auf den richtigen Zeitpunkt, auf den Geistesblitz, darauf dass sich alles irgendwie von selbst fügt?

„Du musst doch wissen, was du mit deinem Studium mal anfangen willst.“ „Du musst wissen, wer du bist, bevor du Sex hast.“ (Was ist das überhaupt für eine seltsame Aussage?) „Und danach? Was tust du danach? Das musst du doch entscheiden.“

Solche Aufforderungen sagen sich leicht, wenn sie von jemandem kommen, di*er die Antworten für sich kennt und ich verstehe es manchmal nicht ganz. Wenn ich nicht weiß, was ich nach meinem Studium mal tun will, soll ich dann zu Hause sitzen und warten, bis es mir einfällt, bevor ich mich an einer Uni einschreibe? Davon kommt mir bestimmt keine Erkenntnis.

Lasst mich Fehler machen. Lasst zu, dass ich eine Entscheidung treffe, die ich in der Zukunft vielleicht anders treffen würde. Mir zu sagen, dass ich alles schon vorher wissen muss, wird nicht dafür sorgen, dass ich nicht vielleicht mal denke „Oh, hätte ich mich doch anders entschieden.“ und es wird mich auch nicht davon abhalten, verletzt zu werden.

Lasst mich Fehler machen und vor allem lasst mich unsicher sein. Sicherheit lässt sich nicht erzwingen und sie taucht auch vom vielen Nachdenken nicht einfach plötzlich vor mir auf und sagt „Wenn du das tust, wirst du in ein paar Monaten oder Jahren oder Jahrzehnten zufrieden damit sein.“


Bildschirmfoto 2016-01-16 um 22.22.02Meine Samstagabende verbringe ich manchmal damit, festzustellen, dass mir das Design meines Blogs ja eigentlich gar nicht mehr so gut gefällt und ich das ja wieder mal ändern könnte. Das war so nicht geplant, eigentlich wollte ich heute Dinge für die Uni tun, aber naja.

Außerdem habe ich mir sowohl einen Blog für meine Geschichten und Gedichte als auch einen für Fotos erstellt.

Nebenbei gab es YouTube-Videos, einen Chat mit @abendleserin und meine übliche Ungeschicktheit, die dazu führte, dass ich mir die spitze Kante eines Crackers in den Gaumen rammte. Ein ziemlich normaler Samstagabend also.


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Manchmal findet man auf YouTube auch Kommentare, die nicht vollkommen bescheuert sind.

Vorschlag: Statt Menschen und deine Beziehungen zu ihnen in vorgefertigte Schubladen der Gesellschaft zu stecken, für jede Person eine eigene Schublade basteln.

Nicht die Person und eure Beziehung an die Schublade anpassen, sondern umgekehrt und dabei nicht vergessen, dass diese Labels nicht starr sind, sondern sich über die Zeit auch verändern können.

 


Ich bin einfach Tasha, okay?

„Als ich 14 war haben mich einmal ein paar Jungs gefragt, ob ich männlich oder weiblich bin.“ Das habe ich gestern getwittert. Und das: „Wenn Menschen mir vorwerfen, nicht weiblich genug zu sein, würde ich mich seitdem gern unter der Decke verstecken & nie wieder vorkommen.“ Ich sage mir immer, dass mir solche Aussagen eigentlich […]