Gestatten, Tasha; durcheinander 10


Sagte ich, ich hätte gute Laune?

Sagte ich, ich hätte meine Hausarbeit bestanden?

Nun. Da liegt ein Irrtum vor.

 

Aber darum geht es jetzt nicht, eher um das, was gerade durch meinen Kopf geht. Indirekt hat das durchaus etwas mit der Hausarbeit zu tun, aber es erst einmal wenig damit, ob ich sie bestanden habe oder nicht.

Vor einiger Zeit hatte ich da mal etwas über Entscheidungen geschrieben. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass ich nicht wusste, was ich für die Zukunft, meine Zukunft will und es mir schwer fiel, mich zu entscheiden.

Ähnliche Gedanken habe ich auch jetzt wieder.

Ich mag Kiel, ich habe viel Spaß daran Norwegisch zu lernen (auch wenn es vielleicht nicht immer so klingt), ich mag Mediävistik, ich mag einzelne Teile meiner Vorlesungen und im Großen und Ganzen gehe ich eigentlich ganz gern zur Uni.

Aber.

Ich weiß nicht, ob ich das Studium (wenn es mir bei solchen Dingen wie der Hausarbeit) so geht durchziehen kann oder will. Es ist anstrengend, wenn man tagelang angespannt ist, weil man eine Hausarbeit abgeben muss oder ein Referat halten muss. Und dann erneut angespannt ist, wenn man die Ergebnisse bekommt. (Das war zu Schulzeiten schon nervig, aber da waren Referate ein bisschen anders und die Noten waren mir weniger wichtig.)

Dazu kommt noch, dass ich mit diesem Zeit einteilen, mal zur Vorlesung gehen und mal nicht, irgendwie nicht sonderlich toll klarzukommen zu scheine. An meinen freien Tagen liege ich oft bis Mittags im Bett und ja, ich habe deswegen ein furchtbar schlechtes Gewissen. (Dabei stehe ich ja eigentlich sogar gern früh auf. Beziehungsweise ich bin gern früh wach, weil man da seine Ruhe hat.)

In manchen Momenten erwische ich mich dabei, dass ich mir den Ferienjob zurückwünsche. Nicht, weil die Arbeit so viel Spaß gemacht hätte oder sonderlich spannend gewesen wäre, sondern weil da mein Tagesablauf halbwegs geregelt war. (Sofern Schichtarbeit eben geregelt sein kann, und so.)

Ich hab‘ zwischendurch darüber nachgedacht, ob es am Fach liegen könnte. (Tendenziell ist es eher Politikwissenschaft, was meine Motivation frisst und wozu ich mich nicht bewegen kann, aber ich bin mir nicht sicher.) Um so Dinge wie Hausarbeiten und Referate komme ich ja in keinem Fach rum und spätestens zum Bachelor muss ich es ja doch hinbekommen.

 

Ich überfordere mich gerade wieder mal selbst und das ist anstrengend. Vielleicht hätte ich mit dem Studium doch noch warten sollen? Oder überhaupt nicht? Aber wenn nicht, was dann?

Vom Sprachen lernen und Kuchen backen zu leben wird vermutlich eher schwierig.

 


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10 Gedanken zu “Gestatten, Tasha; durcheinander

  • Alex

    Ganz, ganz … unhilfreicher (äh) Kommentar, fürchte ich. Und wahrscheinlich ist dir das evtl. auch „zu wenig“ für dein Leben. (Wahrscheintlich evtl., ähm, bin ich etwa müde?) Aber ich hab mir schon total oft gedacht: Warum Tasha wohl nicht einfach Konditorin wird?

    • Tasha Autor des Beitrags

      Ich glaube, ein „unhilfreich“ gibt es hierbei gar nicht. Ich bin dankbar über jeden Kommentar oder Denkanstoß. <3

      Warum ich keine Konditorin werde? Gute Frage. Vielleicht weil ich mir gar nicht so sicher bin, ob meine Backkünste so toll sind.

      • Alex

        <3

        Hmm, falls du es dir vorstellen könntest – ganz viel ist da ja auch Handwerk, das man erlernt. Kreativität und Spaß daran würdest du mitbringen; ich glaub, das wären gute Voraussetzungen. :) Mein jüngerer Bruder hat mal eine Ausbildung zum Konditor angefangen und die Arbeit selber hat ihm echt Spaß gemacht, er hat aber das frühe Aufstehen nicht gepackt und ist jetzt Kinderpfleger. :) Bei ihm war es aber in jedem Fall auch so, dass er vorher "nur" hobbymäßig gebacken hat; die Betriebe verlangen idR nicht, dass man schon gigantische Torten oder so kann. :)

  • kirafriede

    Ich weiß jetzt nicht, ob es dir hilft, aber aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass das erste Semester das anstrengendste ist. Nicht nur, dass man einfach ganz allein ohne Leitung dasteht (anders als in der Schule damals), man muss plötzlich auch noch Referate halten und Hausarbeiten schreiben.

    Für meine erste Hausarbeit habe ich 2 Monate gebraucht. Mittlerweile brauche ich, je nachdem, wie gut ich das Thema für das Referat schon vorbereitet hatte, zwischen 2 und 4 Wochen.
    Der Anfang ist immer schwer, gerade was die Motivation angeht. Aber wenn ich mich dann mal in ein Thema richtig reingelesen habe, entdecke ich wieder, warum ich es studiere. Weil ich es so wahnsinnig spannend finde. Weil es mich fasziniert und ich Neues wissen möchte.
    (Meistens zumindest, ich hatte auch schon Themen, die mich nicht interessiert haben und eher Pflichtaufgaben waren)

    Vor Referaten schiebe ich immer noch Panik. Ich habe aber gelernt, das Ganze nicht ganz so ernst zu nehmen und das Referat so zu gestalten, dass ich entweder nur einen Text zusammenfassen soll oder die Dinge, die ich selbst nicht verstehe, als „Diskussionsfragen“ abzugeben ^^
    Und nach einiger Zeit bekommt man auch raus, bei welchem Dozent man stattdessen ein kurzes Essay oder ein Protokoll oder sowas abgeben kann.
    Außerdem sehe ich Referate mittlerweile als Vorbereitung zu meiner Hausarbeit. Und durch die 10 Minuten komm ich auch durch. (du schonmal zweimal, mit Erstsemesterbonus ^^)
    Und wenn es schief läuft (das Referat), dann ist es halt so. Kann man dann auch nichts mehr ändern.
    (und die Anderen haben meistens auch nicht mehr Ahnung als du. Wenn sie überhaupt den Text gelesen haben)

    Und für den geregelten Tagesablauf würde ich dir empfehlen, mal zu schauen, ob du vielleicht 10-15 Stunden in der Woche irgendwo arbeiten kannst.
    So geht es mir zumindest. Wenn ich dann mal in der Stadt bin, ist meine Motivation, anschließend zur Uni zu gehen und dort zu lernen, viel höher. Am produktivsten war ich tatsächlich in dem Wintersemester, in dem ich nebenher 20 Stunden gearbeitet habe. Weil ich dann eh schon in der Bibliothek war. Und dann auch gleich da geblieben bin.
    Ich war sogar fast traurig, als das Projekt zu Ende war.

    Also: Es kommen immer wieder Punkte im Studium, wo man am Liebsten die Decke über den Kopf ziehen würde und einfach nichts machen. An den Punkt kommt jeder (ja, wirklich jeder) Student mal.
    Da muss man durch und dann schafft man es auch.
    Und das erste Semester ist wahnsinnig anstrengend, weil man kaum Hilfe hat, alle Dozenten aber trotzdem genauso viel von einem erwarten wie von den Dritt-, Fünft-, Siebtsemestern. Aber das geht auch wieder weg.

    Sonst hätte ich es wohl kaum 7 Semester in der Uni ausgehalten.
    (Btw, bei uns beträgt die Regelstudienzeit: 6 Semester ^^, schafft aber eh keiner)

    Liebe Grüßle
    Kira

  • ickemich

    Nun, Du strukturierst Dich gerade. Also, den Alltag, Dein Leben.
    Nicht immer sonderlich erfolgreich, aber das kommt. Nicht von allein, aber kommt.

    Bleib einfach dran!