Seit „Pronomen und Dinge“ und Leben sonst so. 2


Vor fast zwei Monaten habe ich einen Blogeintrag geschrieben und ja, das tat richtig gut, das aufzuschreiben und irgendwie ein bisschen meine Gedanken zu sortieren.

Andererseits hat es das auch irgendwie alles realer gemacht, dafür gesorgt, dass Menschen mir Fragen stellen und es mir irgendwie schwerer fällt, unangenehmes Nachdenken zu dem Thema zu verhindern. (Obwohl das komplette Verweigern vorher, drüber nachzudenken natürlich nicht besser war.)

Ein Teil von mir kommt immer wieder an und fragt, ob ich mir doch nicht nur alles einbilde und einfach ne Frau bin und obwohl ich weiß, dass es definitiv nicht so ist.

Ein Teil von mir ist auch überzeugt, es wäre definitiv nicht möglich, weder Mann noch Frau zu sein und es nervt ziemlich, das loszuwerden.

Ein Teil möchte gern überall out sein, an der Uni nicht mehr mit Frau M. angesprochen werden und gleichzeitig nicht erklären müssen, wieso sich das so mies anfühlt.

Insgesamt ist alles relativ verwirrend und dass das alles relativ fluid zu sein scheint, macht es nicht besser.

 

Aber, noch ein paar positive Dinge der letzten Zeit:

  • Ich habe seit einer Weile einen Binder und mag es ziemlich gern den manchmal zu tragen.
  • Alles in allem haben Menschen online relativ gut reagiert, was irgendwie Mut macht, irgendwann vielleicht auch nicht-online Menschen davon zu erzählen. (Vermutlich wäre KleineSchwester die erste von Menschen in der Familie, der ich davon erzählen würde. Immerhin ist sie auch die einzige aus der Verwandtschaft, die vom Bi-/Pansein weiß.)
  • Meine Haare sind wieder frisch gefärbt und ach! So toll.
  • Ich habe Besuch von einer Twitterperson gehabt, die gar nicht weit weg wohnt und das war toll!
  • Ich habe (noch nicht angefangen, aber!) einen Job und allein die Tatsache, dass ich mich beworben habe, macht mich ziemlich stolz.
  • Ich war mehrmals am Meer in der letzten Zeit und habe Fotos und am Wochenende war CampusFestival und das war cool. Fjørt live, yay. \o/
  • Morgen darf ich Zeit im Zug verbringen.

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