Blog-Stöcken (2)

Ich wurde erneut nominiert und jetzt weiß ich auch nicht. Aber da ich gerade keine Lust habe, meinen Plan für heute umzusetzen, beantworte ich eben noch ein paar Fragen.

Schuld ist diesmal Lia.

 

1) Was ist das verrückteste, was du je für deine kreative Tätigkeit (egal ob Schreiben, Kunst, Musik oder sonstwas) getan hast?

Puh. Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, ich bin im Allgemeinen recht selten „verrückt“. Vor allem, da sich das alles für mich ja normal anfühlt. Mein Mitbewohner muss mich wohl für etwas abgedreht gehalten haben, als ich im Schneidersitz auf dem Boden saß und A3 Blätter mit Charakterinformationen auf dem Boden hin- und herschob. Aber verrückt? Ich weiß es nicht.

2) Denkst du eigentlich auch ständig, dass irgendwas eine gute Geschichte ergeben würde?

Auf jeden Fall! Ich lasse mich wahnsinnig gern von den Dingen inspirieren, die mir täglich so begegnen. Manchmal ist das aber auch wirklich anstrengend. Zum Beispiel als ich vor einigen Monaten im Politikunterricht saß, wir Texte über Klimapolitik (und mögliche Zukunftsszenerien) lasen und meine Muse neben mir auf und ab hüpfte und ein Großprojekt planen wollte.

3) Was brauchst du am Morgen, um in die Gänge zu kommen?

Nichts. Meine Ruhe.

4) Fluchst du viel?

Ich glaube nicht.

5) Was hältst du eigentlich von Leuten, die viel fluchen?

Stört mich in der Regel eher weniger.

6) Sprichst du einen Dialekt?

Wenn ich mit meiner Familie rede oder mit Leuten, die ebenfalls schwäbisch sprechen, hört man mir das durchaus an, aber es ist nicht stark.

7) Warst du schon mal im Hard Rock Café?

Nein.

8) No risk no fun oder lieber auf Nummer Sicher gehen? 

Nummer sicher.

9) Wenn dein Arzt dir sagen würde, dass du mit dem Rauchen aufhören sollst – würdest du ihm vertrauen und seinen Rat befolgen, wenn er selbst Raucher ist? (Wenn du Raucher wärst, versteht sich)

Ja. Allerdings würde ich nie zu rauchen anfangen, von daher ist diese Frage recht überflüssig.

10) Hältst du dich selbst für ein gutes Beispiel? Willst du es überhaupt sein?

… nein. Eher nicht.

11) Welche Musik sollte man dir niemals wegnehmen?

Welche? Man sollte mir gar keine Musik wegnehmen!

Blog-Stöckchen

Da ist man mal einen Tag unterwegs, guckt zwischendurch mal kurz auf das Handy und sieht eine Mention vom @westsideblogger, der mich hier nominiert hat.

 

Und da beginnt man gerade diesen Blogeintrag zu tippen und prompt kommt eine weitere Nominierung von @Beziehungstat, zu finden hier, allerdings immerhin für das WG-Tagebuch, damit darf ich mich dann wenigstens nicht allein herumschlagen. \o/

 

Dann werde ich mal versuchen die Fragen des Herrn Ungewiss zu beantworten.

1. Wie nimmst du Veränderungen war und wie gehst du mit ihnen um? (z.B. Änderungen von Produktnamen, Softwareupdates, geänderte Formulare etc…)

Meistens komme ich damit ziemlich gut klar, solang an der Benutzerfreundlichkeit nichts geändert wird, gewöhne ich mich ziemlich schnell. (Alte Designs betrauere ich manchmal trotzdem.) Das sind aber meistens auch Kleinigkeiten, bei schwerwiegenderen Veränderungen, die mich wirklich beeinflussen kann das schon ganz anders aussehen.

 

2. Stell dir vor, du kannst dich kreativ frei entfalten, was gehst du an?

Ich wäre wohl überfordert. Ich kann gar nicht kreativ, wenn ich wirklich frei bin. (Am besten klappt es, wenn ich weiß: „Du solltest etwas Anderes tun.“

Vermutlich könnte ich mich auch nicht entscheiden zwischen schreiben, fotografieren und malen.

 

3. Wo hört Kunst für dich auf und wo fängt Ware an?

Kunst ist … etwas, das ich nicht definieren kann. Aber ich würde sagen: Sie hört da auf, wo jemand versucht sich einzumischen und der Künstler nicht mehr die Oberhand darüber hat. Beispielsweise, wenn ein Verlag den Roman eines Autors komplett umkrempelt, um ihn massentauglich zu machen. Dann ist es keine Kunst mehr. Finde ich.

4. Was ist dein Beitrag zur Kultur? (In deinem Ort, der Welt, deiner Straße oder sonst wo)

Vielleicht das Singen im Chor an der Schule. Zählt das? Ja, ich denke.

 

5. Zahnpasta. Reicht sie dir, oder kaust du noch zusätzlich irgendeine Baumrinde?

Baumrinde? *schüttelt sich*

Aber ja, ich kaue ab und an Kaugummi. Nicht der Zahnpflege wegen, sondern einfach so.

 

6. Hast du einen Fernseher und benutzt ihn? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Nein, ich habe keinen Fernseher. Ich würde ihn vermutlich selten benutzen, wenn ich denn einen hätte. Vielleicht um DVDs anzusehen. (Aus Mangel an interessantem Fernsehprogramm und weil ich Filme und Serien viel zu gern im Original gucke, sofern es mir möglich ist.)

 

7. Rückblickend betrachtet, denkst du, das Leben ist eher zufällig mit dir umgegangen, oder siehst du einen Plan (deinen eigenen, den deiner Eltern, den Masterplan)?

Ich hab‘ nicht so viel, auf das ich zurückblicken kann. Fragt mich in ein paar Jahren vielleicht noch einmal.

 

8. Glückwunsch! Du bist bis hier hin gekommen. Ab jetzt wird es weitergehen. :-) Was also wünscht du dir für dein Weblog?

Nicht viel, dass ich es schaffe, einigermaßen regelmäßig etwas zu bloggen vielleicht und dass daran der ein oder andere Spaß hat.

 

9. Führst du eine offene Punkte Liste? Womit, warum und was fühlst du, wenn du Dinge nicht erledigen kannst?

Manchmal. Wenn ich viel vorhabe, aber meistens sind das eher Versuche, etwas strukturiert anzugehen, die dann scheitern. (Eine der wenigen Ausnahmen war bisher mein Abitur-Lernplan, der einigermaßen eingehalten habe.)

 

10. Glaubst du an das fahrerlose Auto der Zukunft?

Wird es sicher geben. Ich werde dennoch bei den Öffentlichen bleiben, denke ich.

 

11. Böse. An wen denkst du bei diesem Wort sofort?

Lord Voldemord. Ich lese gerade die Harry Potter Reihe noch einmal und schwelge in Kindheitserinnerungen.

 

 

Hier noch die Fragen von Alex und Georg, die dann auch noch einmal WG-intern beantwortet werden, vermutlich.

 

1. Welche Windows-Version hat dich bislang am meisten genervt?

Vista! Weil das die letzte Version war, die ich benutzt habe und auch die einzige, die ich wirklich intensiv genutzt habe. (Denn mal ehrlich: Um Moorhuhnjagd, Mathelernspiele und ähnliche Dinge zu spielen, wenn man zwischen sechs und elf Jahren alt ist, muss ein Rechner nicht viel können.)

(Und jetzt ärgere ich mich höchst selten mit Windows, Gott sei dank.)


2. Hast du schon mal für jemanden dein Leben riskiert?

Nein.

3. Welche Allergie käme dir echt gelegen?

Wieso sollte mir eine Allergie gelegen kommen? Ich bin zufrieden so.

4. Worauf hast du dich zuletzt länger als eine Stunde freiwillig konzentriert?

Harry Potter und die Kammer des Schreckens.


5. Was hältst du von Wunderbäumen (Duftbäumchen) im Auto?

Es macht das Autofahren nicht im Geringsten angenehmer.

6. Ein Freund/eine Freundin bittet dich, vor seinen Eltern für einen Abend seinen Partner/seine Partnerin zu spielen. Sagst du zu?

Wäre dies eine Geschichte auf FanFiktion.de würde ich zusagen, dabei herausfinden, dass ich besagten Freund eigentlich schon seit langem liebe und diese Gefühle auch noch erwidert werden. Wir würden im Bett landen, es gäbe Streit und am Ende wären wir alle glücklich.

(Also nein.)

7. Wann hast du zuletzt Seifenblasen gemacht?

Vor Jahren bei Oma und Opa auf dem Balkon. Zu lange her. 

8. Magst du Seifenblasen überhaupt?
Ja. Und ich wette, dass ich beim nächsten Einkaufen Seifenblasenflüssigkeit kaufe.


9. Isst du freiwillig Innereien?

Nein, auch unfreiwillig nicht.

10. Was für ein Kalender hängt bei dir zu Hause an der Wand?

Ein Jahresplaner mit einem Kästchen pro Tag, dass am Ende des Tages durchgestrichen wird. (Oder auch nicht, weil ich es oft vergesse und dann immer ein paar Tage abstreichen muss.)

Außerdem ein Katzenlesezeichenkalender für das nächste Jahr.

11. Was traust du dir eher zu: ein Wettrinken mit Alex (Alkohol, nicht Tee!) oder ein Wettessen mit Georg?

Wetttrinken? Ich? Bei der sich von 0,5l-Bier schon alles irgendwie dreht, wenn ich nicht aufpasse? Tihihihi. Lieber nicht. Ich würde wohl das Wettessen nehmen und darauf bestehen, dass es etwas gäbe, dass ich sehr gern esse.

Amerikanischer Käsekuchen

Der ein oder andere dürfte inzwischen mitbekommen haben, dass ich sehr gern Kuchen backe und das dann meistens auch bei Twitter verkünde. Meistens entsteht diese Lust aber nicht, weil ich unbedingt einen Kuchen essen möchte, sondern aus anderen Gründen. Sei es Langeweile, Ablenkung oder einfach der Spaß daran, in der Küche zu stehen.

 

Jedenfalls. Das hier könnte ein neuer Lieblingskuchen werden. Dabei war ich nie Käsekuchenfan.

 

Zutaten: 

  • eine Packung Vollkornkekse
  • etwas Zimtpulver oder etwas Kakaopulver, je nach Geschmack
  • ungefähr 100g zerlassene Butter
  • 750g Frischkäse
  • 175g Zucker
  • etwas Zitronensaft oder Zitronenschale
  • etwas Vanille (alternativ könnt ihr natürlich eine Vanilleschote/Vanillearoma/Vanillezucker nehmen)
  • 3 Eier
  • Schokostreusel
  • Butter für die Form
  • Springform Ø 24cm 

Zubereitung:

  • Die Vollkornkekse zerbröseln und mit Butter und Zimt/Kakao vermengen. (Lieblingsteil des Rezept. \o/)
  • Die Keksmasse in der gefetteten Form gleichmäßig verteilen und so gut es geht an den Rand drücken. Es ist hierbei wirklich wichtig, dass die Springform gut eingefettet ist, damit die Kekskrümel einigermaßen halten.
  • Im 180° vorgeheizten Ofen fünf Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
  • Den Frischkäse mit dem Zucker in eine Schüssel geben und glattrühren, dann die Zitrone und die Vanille hinzugeben und gut vermischen. Die Eier einzeln unterrühren.
  • Die Füllung auf den abgekühlten Boden gießen und ein paar Schokostreusel darüberstreuen. Man schmeckt die Schokolade zwar kaum, aber ich finde, es sieht schön aus.
  • Den Kuchen jetzt ungefähr 60 Minuten backen.

Verstehen

Es gibt diese Gedanken, die man so lange im Kopf hin- und herwälzt, dass man gar nicht mehr genau weiß, was man noch mit ihnen anfangen soll. Irgendwann merkt man dann, dass es vielleicht nicht reicht, sie im Kopf zu behalten, dass man sie vielleicht nach draußen lassen muss, um sie loszuwerden.
Deshalb muss ich diesen Eintrag vielleicht schreiben. Twitter mag zwar ein schönes Ventil sein, um Gedankenfetzen in die Welt zu entlassen, aber manchmal reicht das eben nicht.
Dennoch zögere ich. Nicht unbedingt, weil ich damit noch ein wenig mehr Einblick in meine Gefühlswelt biete, sondern eher, weil es sich ein wenig erbärmlich anfühlt, dass ich nicht aufhören kann, daran zu denken.
‚Woran?‘, fragt ihr euch vielleicht, wenn ihr es euch nicht sowieso denken könnt.
Ich werde die Geschichte, die der ein oder andere sowieso schon kennt, nicht bis ins Detail erzählen, weil es auch unwichtig ist für den Gegenstand des Eintrags.
Mir geht es um das Verhalten, das Menschen an den Tag legen können und das ich wohl nie verstehen werde.

Ich verstehe, dass es nicht immer einfach ist, ehrlich zu sagen, was man denkt und fühlt. Ich verstehe erst recht, dass man niemandem gern sagt, dass man nichts mehr mit ihm/ihr zu tun haben möchte. Ich verstehe auch, dass man manchmal nicht weiß, was man (nicht) will und dass man es manchmal erst später herausfindet.

Was ich nicht verstehe, ist aber, wenn man es nicht schafft ein kurzes Lebenszeichen von sich zu geben. Sei es ein: „Nein. Ich möchte dich nicht mehr sehen.“ oder ein: „Ich weiß es nicht.“

Es gibt nichts Schlimmeres als ignoriert zu werden. Sicher, keine Antwort ist immer auch eine Antwort, aber es verunsichert.

Ich frage mich noch immer, ob ich etwas falsch gemacht habe, weil ich nun einmal jemand bin, der die Fehler gern erst einmal bei sich selbst sucht.

Vielleicht reichen zwei Treffen, ein gemeinsam verbrachtes Wochenende und dazwischen schriftliche Unterhaltungen nicht aus, um zu hoffen, dass man miteinander spricht (oder schreibt).

Vielleicht messe ich dem zu viel Bedeutung bei, aber ich kann vielleicht einfach gar anders.

Es ist anstrengend, immerzu darüber nachdenken zu müssen und nicht einmal ein kleines bisschen wütend zu sein. Wut wäre vielleicht einfacher als Enttäuschung.

Gedankenspiele

Meine Oma hat mich heute ziemlich überrascht, als sie meinte, dass sie mir eine Feier zu meinem 18. Geburtstag finanzieren würde.

Mir stellen sich da spontan einige Fragen und im Gegensatz zu den wohl meisten anderen Menschen in meinem Alter geht es mir nicht um den Ort und das „Was macht man da, dass es cool wird?“ sondern darum: „Wen lade ich eigentlich ein?“ beziehungsweise: „Wen kann ich einladen?“

Viel Auswahl gibt es da leider nicht. Meine beste Freundin ist zu dem Zeitpunkt bereits in Passau und sie wäre von meinen Schulfreunden eine der wenigen, die ich wirklich dabei haben wollen würde.

Alle anderen wohnen leider ein wenig weit weg von mir.

Natürlich hält mich das nicht davon ab, ein bisschen in Gedanken herumzuspielen.

Wenn es nicht ums Geld ginge, würde ich einfach einen Bus mieten, der alle wichtigen Twitterer zu Hause abholt und dann herbringt, damit sie mit mir meinen 18. feiern können.

Und tatsächlich frage ich mich, ob es jemanden gäbe, der genug Geld und Zeit übrig hätte, um zu kommen.

Für Twitter-Treffen fahren manche Leute ja durchaus auch ein ganzes Stück. Allerdings ist das wohl auch noch einmal ein bisschen anders.

Jedenfalls wäre es schon ganz schön cool, all die Leute einmal auf einem Haufen zu sehen. Nicht unbedingt, weil mir mein Geburtstab so wichtig wäre, ich habe noch nie großartig gefeiert, sondern einfach, um sie kennenzulernen.

Aber ganz so realistisch wie ich es gerne hätte, ist das ja leider nicht. Tja. Nun.